La Candelaria Bogotá – Geführte Tour, Highlights & Tipps

Das historische Zentrum Bogotás: Kolonialarchitektur, Plaza Bolívar, Goldmuseum, Streetart und kolumbianische Küche – alles auf wenigen Kopfsteinpflasterstraßen.

La Candelaria Bogotá – Geführte Walking Tour durch das historische Viertel
La Candelaria – Bogotás koloniales Herz mit aktivster Streetart-Szene Kolumbiens

Auf einen Blick

La Candelaria ist das einzige Viertel Bogotás, das noch den kolonialen Stadtgrundriss aus der Gründungszeit bewahrt. Auf engem Raum konzentrieren sich drei Weltklasse-Museen (Gold, Botero, Santa Clara), der politische Kern Kolumbiens (Plaza Bolívar mit Kapitol, Kathedrale, Justizpalast) und eine der dichtesten Streetart-Szenen Lateinamerikas. Eine geführte Tour mit lokalem Guide ist der effizienteste Weg ins Viertel – inklusive Fruchtverkostung auf dem Mercado La Concordia und kolumbianischem Kaffee.

La Candelaria – Vollständiger Guide

Warum La Candelaria?

Bogotá ist eine Megastadt von neun Millionen Menschen. La Candelaria ist der Kern, von dem aus sie gewachsen ist – gegründet von den Spaniern im Jahr 1538 auf einem Hochplateau der Anden auf 2.600 Metern Höhe. Das Viertel hat einen Radius von wenigen hundert Metern, aber was sich auf diesen Kopfsteinpflasterstraßen konzentriert, ist außergewöhnlich: drei Museen von internationalem Rang, der politische Mittelpunkt des Landes, Kolonialbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert und gleichzeitig eine der lebendigsten Streetart-Szenen Lateinamerikas.

Was La Candelaria von anderen historischen Altstädten unterscheidet, ist das Nebeneinander von Vergangenheit und Gegenwart. Hier sitzen Parlamentsabgeordnete im Kapitol, während daneben Künstler wie Guache und Toxicómano ihre politisch aufgeladenen Murals auf die Häuserwände malen. Das Goldmuseum steht für 3.500 Jahre präkolumbianische Geschichte; um die Ecke hängt Streetart, die die Gegenwart Kolumbiens kommentiert.

Plaza Bolívar

Politisches Zentrum Kolumbiens: Kapitol, Kathedrale Primada, Justizpalast und Rathaus – alle um einen Platz. Bei Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll.

Museo del Oro

Über 34.000 präkolumbianische Goldartefakte. Sonntags kostenlos. Mindestens zwei Stunden einplanen. Treffpunkt der La Candelaria Walking Tour.

Museo Botero

Kolumbiens bekanntester Künstler Fernando Botero hat dem Staat über 200 Werke geschenkt. Eintritt kostenlos. Im selben Gebäude: internationale Sammlung mit Picasso, Monet, Dalí.

Mercado La Concordia

Zweitsältester Markt Bogotás. Tropenfrüchte, kolumbianischer Kaffee, Chicha. Auf der Walking Tour inklusive Verkostung.

Chorro de Quevedo

Der legendäre Gründungsort Bogotás – ein kleiner Platz umgeben von bunten Murals und kolonialen Häusern, Zentrum der Bohème-Szene.

Teatro Colón

Ältestes Theater Kolumbiens, 1892 eingeweiht. Klassisches Konzert- und Tanzprogramm. Tickets im Voraus reservieren.

Die geführte Walking Tour mit Erfrischungen

Die Walking Tour durch La Candelaria beginnt am Goldmuseum – einem der meistbesuchten Museen Südamerikas und einem idealen Ausgangspunkt, der gleichzeitig zentral und leicht zu finden ist. Von dort führt der Guide durch die Gassen des Viertels.

Was die Tour zeigt

La Candelaria ist auf den ersten Blick chaotisch: Kolonialbauten neben Art-Déco-Fassaden neben Graffiti-Wänden neben Universitätsgebäuden. Ein ortskundiger Guide ordnet dieses Nebeneinander. Die Tour deckt die historischen Schichten ab – von der spanischen Kolonialzeit über die Unabhängigkeit bis zur gegenwärtigen Stadtkultur – und erklärt, wer die Künstler hinter den Streetart-Werken sind und was ihre Motive bedeuten.

Konkreter Ablauf: Goldmuseum als Treffpunkt, dann durch die historischen Gassen mit Blick auf die gemischten Architekturstile, weiter zum Mercado La Concordia für die Fruchtverkostung. Tropische Früchte wie Lulo, Maracuyá, Pitahaya und Guanábana – viele davon außerhalb Kolumbiens kaum bekannt. Auf der Carrera Séptima, der historischen Hauptachse des Viertels, geht es weiter zum Plaza Bolívar mit Erklärung der umliegenden Institutionen. Abschluss mit kolumbianischem Kaffee.

Für wen die Tour besonders geeignet ist

Mehrere verifizierte Bewertungen empfehlen die Tour ausdrücklich für den Beginn des Bogotá-Aufenthalts: Der Guide gibt Orientierung, Sicherheitstipps und Empfehlungen für den Rest des Aufenthalts aus Lokalperspektive. Wer allein reist, bekommt über die Gruppe außerdem schnell Kontakt zu anderen Reisenden.

  • Treffpunkt: Goldmuseum (Museo del Oro), Bogotá
  • Dauer: Ca. 2–3 Stunden
  • Inklusive: Fruchtverkostung auf dem Mercado La Concordia, kolumbianischer Kaffee
  • Nicht inklusive: Museumseintritte (Goldmuseum, Botero-Museum)
  • Stornierung: Kostenlos bis 24 Stunden vorher

Empfohlen als erster Tag in Bogotá

Bogotá: Spaziergang in La Candelaria mit Erfrischungen

Geführte Walking Tour durch La Candelaria mit lokalem Guide. Streetart, koloniale Architektur, Barock- und Art-Déco-Gebäude, Plaza Bolívar, Carrera Séptima. Verkostung tropischer Früchte auf dem Mercado La Concordia und kolumbianischer Kaffee inklusive. Ideal als Einstieg in Bogotá.

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Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in La Candelaria

Plaza Bolívar

Der Plaza Bolívar ist nicht nur ein Touristenplatz – er ist das faktische Machtzentrum Kolumbiens. Am Nordrand das Capitolio Nacional, Sitz des Kongresses; daneben die klassizistische Catedral Primada de Colombia, eine der größten Kathedralen des Kontinents. Im Westen das Palacio de Liévano (Rathaus), im Osten der Palacio de Justicia, der 1985 bei einem der blutigsten Ereignisse der kolumbianischen Geschichte Schauplatz einer Geiselnahme durch die Guerrilla M-19 war. Ein Guide kann diese Geschichte auf dem Platz erzählen – das Gebäude steht noch, neu gebaut nach dem Brand.

Museo del Oro

Das Goldmuseum beherbergt über 34.000 Goldartefakte aus präkolumbianischer Zeit – die größte Sammlung dieser Art weltweit. Die Stücke stammen aus über einem Jahrtausend indigener Goldschmiedekunst von mehr als 20 verschiedenen Kulturen. Die Ausstellung La Ofrenda im vierten Stock simuliert eine rituelle Zeremonienszene im Dunkeln. Sonntags kostenlos; an anderen Tagen Eintritt ca. 4.000–5.000 COP.

Museo Botero

Fernando Botero, Kolumbiens bekanntester Maler und Bildhauer, schenkte dem Staat über 200 eigene Werke und eine internationale Sammlung mit Werken von Picasso, Monet, Renoir und Dalí. Der Eintritt ist kostenlos. Das Museum befindet sich im selben Block wie die Casa de la Moneda, wo Kolumbiens erste Münzen geprägt wurden.

Cerro de Monserrate

Kein Teil von La Candelaria, aber von dort aus direkt sichtbar: Der 3.152 Meter hohe Berg Monserrate überragt das Stadtbild Bogotás und ist per Seilbahn, Standseilbahn oder zu Fuß (Sonntags) erreichbar. Oben: eine Wallfahrtskirche, ein kleiner Markt und ein unvergleichlicher Panoramablick über die neun Millionen Menschen der Stadt. Mehr dazu auf der Monserrate-Seite.

Essen & Trinken in La Candelaria

La Puerta Falsa

Eines der ältesten Restaurants Bogotás, direkt am Plaza Bolívar. Bekannt für Tamales, Ajiaco-Suppe (Bogotás Nationalgericht: Kartoffeln, Hühnchen, Guasca-Kräuter) und die berühmte Chocolate Completo – heiße Schokolade mit Käse, einer Eigenheit des Altiplano, die Erstbesucher überrascht. Warteschlangen an Wochenenden sind normal.

Mercado La Concordia

Der zweitälteste Markt der Stadt. Hier kaufen Lokale ein, nicht nur Touristen. Auf der Walking Tour ist ein Stopp mit Fruchtverkostung inklusive: Lulo (säuerlich, erfrischend), Maracuyá, Pitahaya, Guanábana und andere Tropenwunder, die in Europa kaum erhältlich sind. Dazu Chicha – ein fermentiertes Maisgetränk aus der Vorkolonialzeit.

Kolumbianischer Kaffee

Kolumbien ist eines der bedeutendsten Kaffeeproduktionsländer der Welt – aber lokal wird Kaffee traditionell sehr schwach getrunken (tinto). Wer Espresso-Qualität will, sucht nach Specialty Coffee Cafés, die seit einigen Jahren auch in La Candelaria entstehen. Mehrere bieten Barista-Workshops an.

Streetart & urbane Kunst in La Candelaria

La Candelaria ist eine der wenigen Städte weltweit, in der Streetart legal und staatlich gefördert ist. Nach Protesten 2011 – bei denen ein junger Graffiti-Künstler von der Polizei erschossen wurde – legalisierte die Stadtregierung das Bemalen von Häuserwänden in Bogotá weitgehend. Seitdem ist das Viertel zu einer Art Open-Air-Galerie geworden.

Die bekanntesten Künstler der Szene sind Guache, der präkolumbianische Motive mit zeitgenössischen Formen verbindet, und Toxicómano, bekannt für politische Text-Interventionen. Beide haben ihre Karriere in La Candelaria begonnen. Eine geführte Tour erklärt die Hintergründe – ohne Guide sind die Motive und politischen Referenzen für Außenstehende kaum zu decodieren.

Praktische Informationen

Sicherheit

La Candelaria ist tagsüber gut besucht und mit einem Guide problemlos zu erkunden. Abends wird empfohlen, auf belebten Straßen zu bleiben und Kameraausrüstung nicht offen zu tragen. Wertgegenstände in Innentaschen verstauen. In der Gruppe – zum Beispiel auf einer geführten Tour – ist das Viertel zu jeder vertretbaren Tageszeit sicher.

Beste Reisezeit

Bogotá liegt auf 2.600 Metern – das Klima ist ganzjährig kühl bis mild, Temperaturen zwischen 7 und 19 Grad. Dezember bis Februar ist die trockenste Periode. Wer La Candelaria besucht, sollte eine Jacke einpacken. Für Outdoor-Aktivitäten wie die Walking Tour ist morgens oft besseres Wetter als nachmittags, wenn Schauer häufiger sind.

Anreise

La Candelaria liegt im Zentrum Bogotás. Per Transmilenio (Schnellbussystem) bis zur Station Las Aguas oder Museo del Oro. Taxi und Uber sind günstig und zuverlässig aus allen Stadtteilen. Vom Flughafen El Dorado ca. 30–50 Minuten je nach Verkehr.

Was mitnehmen

  • Festes Schuhwerk für Kopfsteinpflaster
  • Leichte Jacke – auch mittags kann es kühl sein
  • Reisepass oder Kopie für Museen
  • Keine auffälligen Wertsachen
  • Bargeld in kleinen Scheinen für Märkte

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34.000 Goldartefakte. Eine Gründungslegende. Unzählige Murals.

La Candelaria ist der dichteste Kulturkern Kolumbiens – und am besten mit einem Guide zu erschließen, der die Schichten erklärt. Die Walking Tour ist der empfohlene erste Tag in Bogotá.

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Kategorie: Kolumbien
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